Anfang der 70er Jahre wütete das Ölfieber in den norwegischen Seegebieten so heftig, dass es auch Spitzbergen erfasste, lange vor der großen Debatte über Ölbohrungen in der Arktis. Polarstern In diesen Jahren diente das Schiff mehrfach als Versorgungsschiff für Ölkonzerne. Für die Besatzung war das eine willkommene Abwechslung zur Robbenjagd. Sie konnten zwar im Eis arbeiten, aber an Orten, die sie sonst nie aufgesucht hätten.
Im Herbst 1971 suchte der französische Konzern Total bei Edgeøya nach Öl. Im Jahr zuvor hatte der Konzern Polarmeer Unter dem Kommando von Ottar Brandal segelte die Lodde den Tjuvfjord hinauf an der Südwestseite der Insel, damit die Franzosen dort sicher einlaufen und ihren Stützpunkt errichten konnten.
(Es sollte in Klammern erwähnt werden, dass es auf dieser Reise mit Polarmeer Dagbart „Dagen“ Hareide wurde fälschlicherweise für einen Industriespion gehalten. „Dagen“ – der berühmte Flieger und Segelflieger – war zuvor für die amerikanische Firma Western auf einer Ölexplorationsmission in Alaska gewesen. Auf der Reise für die französische Firma in Spitzbergen war er als Matrose eingesetzt, trug aber unvorsichtigerweise das Logo der amerikanischen Firma auf seiner Jacke. (Sehr verdächtig, dachten die Franzosen.)
