Das Ishavsmuseet übernahm die M/S Polarstar

Donnerstag, der 12. Mai, markierte einen neuen Meilenstein in der stolzen Geschichte des Ishavsmuseet Aarvak. Die Kaufverträge wurden unterzeichnet, und die Museumstochtergesellschaft Veteranskutelaget Polarstar ist nun Eigentümerin eines der wichtigsten Kulturdenkmäler des Landes.

Willy Nesset hat mit seiner Firma VS Poland fast 15 Jahre lang enorm viel Arbeit und Geld in die Rettung der M/S Polarstar investiert. Die umfassende Restaurierung in Polen dauerte fast vier Jahre und kostete rund 21 Millionen Kronen. Es war bereits das zweite Mal, dass die Polarstar vor der Verschrottung bewahrt wurde. Nun, da Willy Nesset entschieden hat, dass es an der Zeit sein könnte, das Projekt in andere Hände zu geben, freut sich das Ishavsmuseet, diese Möglichkeit zu erhalten.

„Wir konnten nicht tatenlos zusehen, wie Polarstar an andere Orte im Land verschwindet“, sagt Eldar Hareide, Vorstandsvorsitzender des Ishavsmuseet.

„Es war immer geplant, dass Polarstar nach Brandal zurückkehrt. Dass es nun soweit ist, freut mich sehr. Ich bin sehr froh, dass wir eine gute Lösung gefunden haben“, sagt Willy Nesset. Er möchte außerdem den enormen Einsatz aller Freiwilligen hervorheben, die rund um Polarstar dazu beigetragen haben.

– Ohne diese Gruppe von 30 bis 40 begeisterten Helfern wäre Polarstar niemals so gut geworden, wie es heute ist, sagt er.

Webjørn Landmark vom Ishavsmuseet teilt mit, dass der Kauf vorerst über einen Bankkredit finanziert wurde. Tatsächlich bestehen bereits Vereinbarungen für die nächsten fünf Jahre über eine Summe von rund sechs Millionen Kronen, die für den Betrieb des Schiffes und die Tilgung des Kredits in den ersten Jahren verwendet werden sollen. Die Leitung des Ishavsmuseet ist sich der enormen Herausforderung bewusst, die die Veteranenwerft Polarstar nun übernommen hat, blickt aber optimistisch in die Zukunft des Schiffes. Es ist jedoch unbestreitbar, dass in den kommenden Jahren viel Unterstützung benötigt wird.

Als Museum, das sich auf Robbenjagd und Polarfischerei spezialisiert hat, besitzt das Ishavsmuseet Aarvak heute eine der größten Polarsammlungen in den nordischen Ländern. Das Museum kann nun auch gleich zwei Polarschiffe vorweisen: das Polarschiff der zweiten Generation, die Aarvak, Baujahr 1912, und die Polarstar, das Polarschiff der dritten Generation und erster Robbenfänger aus Stahl, gebaut 1948 in Glasgow.

– Die Möglichkeit, die Polarstar entlang der Küste einzusetzen und unsere reiche Geschichte auf großartige Weise zu vermitteln, eröffnet dem Ishavsmuseet viele neue Perspektiven. Außerdem ist es schön, ein seetaugliches, zugelassenes Boot mit allen erforderlichen Papieren zu haben. Es ist ein Boot in fantastischem Zustand. Ein nationales Kulturgut, so Webjørn Landmark.